
Film 26-02/01
Olympus Pen FT (1970)
Agfa APX 400 expired
pushed 800
Rodinal





























old cams – old films

The GALLERY page will always feature images from the last five developed rolls of film. When a new roll is added, an older one is removed.
That may be a good reason to check back regularly.
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Auf der GALERIE-Seite wird es immer Bilder aus den letzten fünf bis sieben entwickelten Filmen geben. Wenn ein neuer dazu kommt, fällt ein alter raus. Das wäre schon mal EIN Grund, um regelmäßig vorbeizuschauen.
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Digital zu fotografieren hat viele Vorteile. Es ist schneller, man kann die Ergebnisse direkt einschätzen, es ist (meistens) leiser, es ist vor allem (auf lange Sicht) deutlich billiger.
Es hat allerdings auch einen gewaltigen Nachteil: es ist mir zu perfekt und berechenbar.
Am analogen Fotografieren mag ich das Langsame, das Bewusste, die Spannung beim Entwickeln – und dann wieder beim Vergrößern oder scannen. Ich mache selten mehr als eine oder maximal zwei Aufnahmen derselben Situation. Entweder es sitzt, oder es sitzt nicht, oder es sitzt ganz anders, als ich erwartet hatte. Es gibt verpasste Chancen. Ich muss nicht alles festhalten. Zuviel festhalten zu wollen, entwertet den Moment. Der Moment lebt aus Vergänglichkeit, erhält seinen Wert aus der Vergänglichkeit.
An die wirklich wichtigen Dinge erinnerst du dich auch ohne Foto. Präsent zu sein ist wichtiger. Für mich ist analoge Fotografie besondere, bewusste Präsenz. Ich halte fest, was mich angesprochen hat, suche nicht im Nachhinein die Bedeutung in 1.500 Bildern eines Tages. „Mach einfach 20 oder 30 Aufnahmen, eine wird schon was werden“ – das würde für mich den künstlerischen Prozess des Fotografierens entwerten. Das ist die eine Seite.
Die andere Seite ist das haptische, technische und akustische Erleben und Erfühlen einer alten Kamera. 50, 80, 120 Jahre Geschichte in der Hand. Wenn solch eine Kamera zu mir kommt, steht in der Regel eine Durchsicht, Reinigung, Reparatur an. Denn die meisten Kameras in meinem Schrank tragen sehr deutliche Spuren der Jahre. Das ist kein Nachteil. Eine abgegriffene Kamera wurde genutzt, geliebt, geschätzt. Eine Kamera, die nach 90 Jahren noch wie neu aussieht hat keine Geschichte. Und sie hatte meistens von Beginn an irgendeinen Defekt oder eine Schwäche, die verhindert hat, das sie gern benutzt wurde.
Kameras sprechen. Es gibt solche, die sprechen mich an, die wachsen mit der Hand zusammen, die werden zum Werkzeug, das zwischen mir und dem Motiv quasi verschwindet. Es gib andere, mit denen werde ich nicht warm, da fummele ich an Einstellungen rum, meine Finger finden den Auslöser nicht, Aufnahmen sind kein Erlebnis, ich bin froh wenn der Film voll ist.
Ein wesentliches Kriterium für meine Lieblingskamera ist, dass sie Doppelbelichtungen zulässt. Bis in die 1930er fallen die meisten Balgenkameras mit Zentralverschluss darunter. Balda, Certo, Zeiss Ikon. Auch die ersten Rolleiflex konnten das noch. Mehr dazu findet ihr demnächst in den Vorstellungen der einzelnen Kameras.

Digital photography has many advantages. It is faster, allows immediate assessment to the results, is usually quieter, and – above all – is significantly cheaper in the long run. Yet it also has one major drawback: it is too perfect and predictable.
What draws me to analog photography is its slowness – the deliberate process, the anticipation of developing, and later of enlarging or scanning. I rarely take more than one, at most two, shots of the same situation. Either it works, or it doesn’t, or it works completely different of what I expected. There are missed opportunities.
I don’t feel the need to capture everything. Trying to capture too much devalues the moment. A moment thrives on transience; it derives its meaning precisely from that impermanence.
The truly important things are remembered even without a photograph. Being present matters more. For me, analog photography is a special, conscious form of presence. I capture what resonates with me, instead of searching for meaning afterward in 1.500 digital photos from a single day. „Just take 20 or 30 shots at once, one will be fine in the end“ – for me, this attitude diminishes the artistic process of making a photograph.
That’s one side of it.
The other side is the tactile, technical, and acoustic experience of holding an old camera – 50, 80, sometimes 120 years of history in my hands.
When a camera comes to me, it usually requires inspection, cleaning, and repair. That´s the first oportunity to become friends – or not. Most of the cameras in my cabinet show clear signs of age. That’s not a disadvantage. A well-worn camera has been used, loved, and cherished. A camera that still looks like new after 90 years lacks a history. Frequently, it had some kind of defect or inherent weakness that prevented it from being used extensively, that´s why it still appears untouched.
An old camera needs patina.
Cameras can speak. And sometimes they speak to me. Some become an extension of my hand, turning into a tool that disappears between me and the subject. Others I never truly connect with – I fumble with the settings, my fingers can’t find the shutter release, taking photographs ceases to be an experience, and I’m simply released when the roll of film is finished.
One key criterion for a favorite camera of mine is the ability to create intentional double exposures. Up until the 1930s, most bellows cameras with leaf shutters offer this feature – Balda, Certo, Zeiss Ikon. Even the first Rolleiflex cameras do. More details can be found in the individual camera reviews that will follow.