Kategorie: Blog deutsch
Blogeinträge auf deutsch
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Die Pause war länger …
… aber dafür gibt es nun einiges Neues.
Nicht nur sind neue Filme eingestellt, sondern mit „Reise / Travel“ ist auch eine komplette neue Rubrik entstanden.
Für die während meines März-Trips durch Frankreich und Spanien entstandenen Bilder ergibt eine strikte Sortierung nach Filmen und Kameras keinen großen Sinn. Stattdessen werden die Bilder längerer Reisen nun nach Zeit und Ort gegliedert, und dabei unterschiedliche Filme und Kameras zusammengefasst.Die ersten Orte findet ihr dort schon, und in der nächsten Zeit wird jeden Tag etwas dazukommen.
Um euch die Orientierung leichter zu machen, gibt es nun auch oben auf der Startseite den Button „neu – new“, der euch die neuesten Beiträge in umgekehrter zeitlicher Reihenfolge auflistet, so dass ihr sie direkt von dort aufrufen könnt. Auf diese Weise spart ihr euch ein langes Durchsuchen, wenn ihr nur kurz nach Neuigkeiten gucken wollt.
Kleiner Tipp: wenn ihr euch diese „neu – new“-Seite als Link abspeichert (www.pictorialist.de/neu-new), könnt ihr das als neue Startseite nehmen und spart euch den Umweg über die Hauptseite.
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Nicht verpassen, wenn es was Neues gibt

Auf der GALERIE-Seite wird es immer Bilder aus den letzten fünf bis sieben entwickelten Filmen geben. Wenn ein neuer dazu kommt, fällt ein alter raus. Das wäre schon mal EIN Grund, um regelmäßig vorbeizuschauen.
Alle, die ab und zu daran erinnert werden möchten, dass es hier etwas Neues gibt, können sich gern für den NEWSLETTER eintragen.
Ja, dabei muss eine eMail eingetragen werden – aber diese Daten werden für nichts anderes genutzt. Und die Daten bleiben hier. Auch das Versenden der Mails geschieht über den eigenen Server.
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Warum fotografiere ich analog?

Digital zu fotografieren hat viele Vorteile. Es ist schneller, man kann die Ergebnisse direkt einschätzen, es ist (meistens) leiser, es ist vor allem (auf lange Sicht) deutlich billiger.
Es hat allerdings auch einen gewaltigen Nachteil: es ist mir zu perfekt und berechenbar.
Am analogen Fotografieren mag ich das Langsame, das Bewusste, die Spannung beim Entwickeln – und dann wieder beim Vergrößern oder scannen. Ich mache selten mehr als eine oder maximal zwei Aufnahmen derselben Situation. Entweder es sitzt, oder es sitzt nicht, oder es sitzt ganz anders, als ich erwartet hatte. Es gibt verpasste Chancen. Ich muss nicht alles festhalten. Zuviel festhalten zu wollen, entwertet den Moment. Der Moment lebt aus Vergänglichkeit, erhält seinen Wert aus der Vergänglichkeit.
An die wirklich wichtigen Dinge erinnerst du dich auch ohne Foto. Präsent zu sein ist wichtiger. Für mich ist analoge Fotografie besondere, bewusste Präsenz. Ich halte fest, was mich angesprochen hat, suche nicht im Nachhinein die Bedeutung in 1.500 Bildern eines Tages. „Mach einfach 20 oder 30 Aufnahmen, eine wird schon was werden“ – das würde für mich den künstlerischen Prozess des Fotografierens entwerten. Das ist die eine Seite.
Die andere Seite ist das haptische, technische und akustische Erleben und Erfühlen einer alten Kamera. 50, 80, 120 Jahre Geschichte in der Hand. Wenn solch eine Kamera zu mir kommt, steht in der Regel eine Durchsicht, Reinigung, Reparatur an. Denn die meisten Kameras in meinem Schrank tragen sehr deutliche Spuren der Jahre. Das ist kein Nachteil. Eine abgegriffene Kamera wurde genutzt, geliebt, geschätzt. Eine Kamera, die nach 90 Jahren noch wie neu aussieht hat keine Geschichte. Und sie hatte meistens von Beginn an irgendeinen Defekt oder eine Schwäche, die verhindert hat, das sie gern benutzt wurde.
Kameras sprechen. Es gibt solche, die sprechen mich an, die wachsen mit der Hand zusammen, die werden zum Werkzeug, das zwischen mir und dem Motiv quasi verschwindet. Es gib andere, mit denen werde ich nicht warm, da fummele ich an Einstellungen rum, meine Finger finden den Auslöser nicht, Aufnahmen sind kein Erlebnis, ich bin froh wenn der Film voll ist.
Ein wesentliches Kriterium für meine Lieblingskamera ist, dass sie Doppelbelichtungen zulässt. Bis in die 1930er fallen die meisten Balgenkameras mit Zentralverschluss darunter. Balda, Certo, Zeiss Ikon. Auch die ersten Rolleiflex konnten das noch. Mehr dazu findet ihr demnächst in den Vorstellungen der einzelnen Kameras.
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Was ist Piktorialismus?
Seit Ende des 19. Jahrhunderts gibt es sehr grob gesagt zwei Hauptrichtungen in der Fotografie:
– Dokumentarismus:
die Wirklichkeit wird mehr oder weniger detailgetreu abgebildet
– Piktorialismus:
die Wirklichkeit wird bildnerisch verfremdetDer Dokumentarismus orientiert sich dabei in der Regel am perfekten Equipment, wie etwa die noch schärfer abbildende Linse oder der noch sauberer abbildende Film oder noch besser auflösende Sensor.
Dem Piktorialismus dagegen geht es mehr um den künstlerischen Ausdruck, die besondere Atmosphäre, die Komposition und die mit einem Bild vermittelte Emotion.
Wahrscheinlich ordnet sich jede.r Fotografierende zumindest in der Selbstwahrnehmung bewusst oder unbewusst relativ eindeutig einer der beiden Richtungen zu.
Dem dokumentarisch fotografierenden Menschen sind abgelaufene und in ihrer Wiedergabequalität nicht einzuschätzende Filme ein Gräuel.
Die piktorialistische Seite freut sich am Unvorhergesehenen, experimentiert mit unbekanntem Material und probiert neue Techniken, um dem Vorfindlichen eine weitere Ebene hinzuzufügen.
Alles hat seine Berechtigung. Hier auf dieser Seite geht es eher (aber nicht ausschließlich) um die piktorialistische Anwendung der Fotografie, vorwiegend mit alten Kameras, größtenteils lang abgelaufenen Filmen, Doppel- und Mehrfachbelichtungen. Vielleicht kommen da auch Pixel-Peeper auf den Geschmack.

