5 Aspekte die meine fotografische Arbeit bestimmen
– nicht exklusiv, oft überlappend, keine Rangfolge.
Beim Klick auf den jeweiligen Link findet ihr jeweils 5 Beispielfotos
- Störung
Störende Elemente – nicht nur im Vordergrund – sind für mich Bremsen der Beobachtung, Verlangsamungen in der Wahrnehmung, Anker für das Auge, Betonung der Beobachterposition. - Verschiebung
Ich arbeite fast ausschließlich mit alten, lange abgelaufenen Filmen. Mich reizt daran die Unberechenbarkeit des Ergebnisses. Die Bildkomposition ist mir wichtig, beim Rest lasse ich mich gern überraschen. Da ich auch Positivfilme (Diafilme) im Negativverfahren entwickle (Cross-Entwicklung), kann es vor allem dort zu massiven Farbverschiebungen kommen. Aber auch bei Negativfilmen führt die über die Jahre unterschiedlich gealterte Empfindlichkeit für die verschiedenen Farben oft zu erstaunlichen Ergebnissen. - Wiederholung
Ich mache häufig Mehrfachbelichtungen
a) derselben Szene aus der Hand. Durch die jeweils leicht verschobene Kameraposition (zwischendurch muss wieder gespannt werden), entsteht ein verfremdender Effekt, der an Malerei erinnert.
b) verschiedener Objekte oder derselben Szene von verschiedenen Blickwinkeln, etwa durch Drehung der Kamera, der Anwendung unterschiedlicher Brennweiten oder Abstände, welches zu einer gewissen Abstraktion führt. - Geometrie
Linien, Flächen, Strukturen, Texturen reizen mich. Oft bestimmen sie und nicht ein bestimmtes Objekt den Bildaufbau. - Piktorialismus
Piktorialismus ist die Übernahme gestaltender Elemente aus der klassischen Malerei in die Fotografie, unter anderem die Betonung der Komposition. Darüber hinaus können die Eigenschaften der Fotografie (Film, Kameraobjektiv, Aufnahmetechnik, Entwicklungstechnik, …) gezielt zur Verfremdung der sogenannten „Realität“ eingesetzt werden. Für die hier wiedergegebenen Fotos arbeite ich hybrid, d.h. nach einem analogen Prozess bis zum entwickelten Negativ, wird das Bild gescannt und konvertiert. Mit dem elektronischen Bearbeitungsprozess bearbeite ich das Bild in der Regel nicht anders, als dies auch im Rahmen von analogen Abzügen in der Dunkelkammer möglich wäre. Eine Grenze bilden hier sehr alte Filme, deren Trägermaterial mit den Jahren so stark abdunkelte, dass eine analoge Projektion im Vergrößerer nicht mehr sinnvoll möglich wäre.


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